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ZahniCampus Roadshow: Das war Greifswald

„Studieren, wo andere Urlaub machen“ — von dieser schönen Aussicht machen aktuell über 10.000 Studierende Gebrauch an der Uni Greifwald. Etwa 110 davon, natürlich allesamt Zahnis, fanden am Dienstag den Weg zur ZahniCampus Roadshow und sorgten getreu diesem Motto für eine besonders entspannte Atmosphäre.

Super unterstützt durch Tim und Elena von der Fachschaft präsentierte sich die Ausstellung im Vorraum zum Hörsaal des ZZMK und lud dort zu manch angeregtem Gedankenaustausch ein. Pünktlich zum offiziellen Beginn der Vorweihnachtszeit passte sich auch die Tagesverpflegung den frühwinterlichen Bedingungen an und es wo sonst Schalen mit der immer gefragten Gebäckmischung standen, wurden nun Lebkuchen und Spekulatius kredenzt.

Dem Ruf in den Hörsaal zur Verlosung folgten etwa 50 Studenten. Vom iPad über Amazon-Gutscheine bis hin zu Abos der online college und Fußbällen brachten Zahnarzt Ingmar Dobberstein und Verlosungszahnfee Johanna alle Preise unter die glücklichen Greifswalder.

Ein Großteil der Versammelten blieb zur anschließenden Gesprächsrunde, mit rund 35 Studierenden war diese außergewöhnlich gut besetzt und bewies das große Informationsbedürfnis der Teilnehmer. Ingmar Dobberstein, 1. Vorsitzender des BdZA und Herausgeber des Magazins un-plaqued, sowie Dipl.-Stom. Andreas Wegener als Vorstandsmitglied und Vertreter der Kammer Mecklenburg-Vorpommern freuten sich sehr über die große Resonanz und beantworteten alle Fragen mit viel Geduld und Humor.

Neben den beliebten Themen Freiberuflichkeit, Assistenzzeit und allgemein der Zeit nach der Uni lauschten die Studierenden interessiert den Angeboten der Kammer und der damit verbundenen Einladung, dort selbst aktiv zu werden und sich an den Wahlen zu beteiligen. Dass der betriebswirtschaftliche Aspekt einen immer größeren Anteil einnimmt, wurde dagegen mit leicht gemischten Gefühlen aufgenommen. Eine Weiterbildung auf diesem Sektor kann durchaus sinnvoll sein, so lautete die Empfehlung der erfahrenen Zahnärzte Dobberstein und Wegener.

Telematik bzw. die Telematikinfrastruktur ist als durchaus kritisch zu sehende anstehende Neuerung zurzeit in aller Munde. Auch hier bestand einiges Klärungsbedürfnis. Neben der allgemeinen Definition — Patienteninformationen, die in der Praxis eingegeben werden, gehen direkt an den Zentralserver der Krankenkasse — war es hier vor allem das Sicherheitsrisiko, das diskutiert wurde. Sowohl die Problematik des Datenschutzes bei Informationen, auf die viele Personen Zugriff haben, als auch die Gefahr durch unbefugtes Eindringen auf den Server durch Hacker gaben den Teilnehmern Anlass zur Sorge. Wie die Entwicklung fortschreiten wird, nachdem die jetzt noch vorherrschenden Schwierigkeiten bei der Anbindung überwunden sind, vermag aktuell noch niemand genau vorherzusehen.

Auch das „Nachwuchsproblem“ war Thema, sowohl auf Seiten der Zahnärzte, von denen im Laufe der nächsten 10 Jahre viele in Rente gehen werden, als auch bei den ZFA, wo der Fachkräftemangel immer deutlicher spürbar wird. Eine attraktivere Gestaltung des Berufes ist unabdingbar, will man auf Dauer nicht riskieren, dass diese in andere Bereiche abwandern.

Mehr als eineinhalb Stunden später war das Informationsbedürfnis der Teilnehmer vorerst gestillt. Mit einem kurzen Abstecher an die winterliche Ostsee verabschiedete sich am nächsten Tag auch das ZahniCampus-Team aus Greifswald. Nochmals ganz herzlichen Dank an Tim und Elena von der Fachschaft für die tolle Mithilfe, an die Uni Greifswald für die Unterstützung und an alle Teilnehmer, die diesen Austausch so locker und doch spannend mitgestaltet haben.

Die nächsten Stationen

ZahniCampus zu Gast in Gießen

Wann : 10.01.2018
Wo : Gießen